Kenzo Takada, a life full of colors

Kenzo Takada, who came to Europe from Japan in a slow boat, shook up fashion with his wild prints and eastern influences. Together with Issey Miyake and Hanae Mori, Takada was part of the first wave of Japanese designers to conquer the exclusive world of Parisian fashion in the 1970s.

In in 1939 in Himeji in the Japanese Kansai region, Kenzo was already obsessed with fashion design as a child and spent his spare time leafing through fashion magazines and designing clothes for his sisters‘ dolls. Creativity was almost a vulgar word in 1950´s Japan and that a man should be interested in creating fashion was absurd. Against the will of his parents, he moved to Tokyo and enrolled in the Bunka Fashion School as the first male student.

Kenzo was known for his innovative cut and excessive use of color and pattern, his designs inspired by a sense of longing, an eclectic mix of different global styles. The cultures he encountered in Asia, India and Africa, all stopovers during his journey to France, had a significant influence on his aesthetics. His first Paris boutique „Jungle Jap“ contained designs combining just that, Jungle and Japan: wild prints with traditional Japanese silhouettes, which proved to be revolutionary.

His designs were vibrant and joyful, and he was vehemently opposed to the traditional black. Typical for Kenzo were playful blouses with puff sleeves, pleated harem pants and flowing kimonos printed with floral patterns.

The designer was early to adopt the business model of ready-to-wear, and also among the first to reinterpret the fashion show as a theatrical spectacle. His shows were joyfully exuberant productions with dancers, roller skaters, performance artists and circus tents. In 1977 he staged a fashion show at Studio 54, where Grace Jones performed and Jerry Hall walked the catwalk.

The brand image and business network expanded internationally, and with time the product range broadened to include perfumes, interior design, menswear, denim and children’s clothing. Kenzo launched its highly profitable perfume division in 1988 – long before this became standard practice for fashion houses.

After LVMH bought the house in 1993, Kenzo continued to design for several years before finally retiring in 1999. The brand continues to hold a youthful spirit and sense of fun and sass, whilst preserving Kenzo’s traditions of prints and the sense of worldliness and travel that is inherent in every collection.

Kenzo who brought so much vibrant color and playful shape into uncountable lives will live on in his vintage creations.

Jean Paul Gaultier’s Mode als nachhaltiges Investment

 

Bereits 2014 hat  Jean Paul Gaultier mit der Pret-a-porter Kollektion aufgehört und sich ganz auf Parfüms und die Haute Couture konzentriert:

Im Januar hatte der französische Modedesigner dann überraschend bekanntgegeben, dass dies seine letzte Show im Rahmen der Haute-Couture-Tage in Paris sein werde. Abschied nach 50 Jahren in der Branche? Die Szene zeigte sich geschockt, ein Paris ohne JPG kaum vorstellbar.

Schon als 18-jähriger wurde Gaultier bei Pierre Cardin als Assistent angestellt, wo er rasch zum „enfant terrible“der Modewelt wurde. Mit skurrilen Designs, Röcke für Männer, unkonventionelle Models mit Piercings und Tattoos, provoziert er den Markt. Viele seiner Kreationen leitete sich von Alltagskleidung und der Pop-Kultur ab, während seine Haute-Couture-Entwürfe gleichzeitig streng formal und verspielt sind. Inspiration holt er sich von der Strasse: Gaultier steht in den Achtzigerjahren für schwarzes Leder, Matrosenoutfits sowie Punk.

Die Frau steht im Mittelpunkt seiner Entwürfe, sie ist stark, elegant, sexy und auffällig. Selbst Gautiers relativ klassisch angehauchte Kostüme, oder Hosenanzüge sind nichts für graue Mäuse die sich verstecken, sondern wurden für gestandene Frauen entworfen die wissen wie sie mit ihren Reizen umgehen. Da war es naheliegend, dass Gaultier  für Berühmtheiten wie Madonna, der er das ikonische Bustier für ihre Blond Ambition Tour auf den Leib schneiderte und das in Variationen viele seiner Parfümflakons ziert, oder für Kylie Minogues  X Tour die Haute-Couture und Bühnenkleidung.entwarf

Bei seiner letzten Show im Theatre du Chatelet stehen wieder starke Frauen im Mittelpunkt. Noch einmal durften die Fans Outfits, die an seine bekanntesten Entwürfe der vergangenen 50 Jahre erinnerten, bewundern. Über den Catwalk liefen nicht nur die Hadid Schwestern, Jourdan Dunn und Paris Jackson, auch Gaultier-Musen Yasmin Le Bon, Dita Von Teese und Fanny Ardant ließen sich ihren Auftritt zum Abschied genauso wenig nehmen wie Amanda Lear  und Mylène Farmer, die er früher ausstattete.

Am Ende erschien JPG höchst persönlich tanzend auf dem Laufsteg, ganz in Blau, was eher als tatkräftig und nicht als abdankend interpretiert werden kann. Was fest steht ist dass seine Marke weiterhin existieren wird, es ist dafür auch schon ein neues Konzept ausgearbeitet worden. Mal sehen was er uns demnächst präsentiert.

Aber eines steht heute schon fest, Gautiers Mode ist Mythos und keinem Trend unterworfen, sie bleibt immer aktuell, sie steht starken Frauen jedes Alters, hat VIP-Status und Sammlerwert und ist daher ein nachhaltiges Investment in die Zukunft.

 

 

Modeausstellungen die Geschichten erzählen

 

Jetzt Premiere in Europa Thierry Mugler: Couturissime  vom 13. Oktober bis zum 08.03,2020 zeigt die Kunsthal Rotterdam! die Exponate die fast 300.000 Besucher im Montrealer Museum für Bildende Kunst angezogen haben.

Innovativ und rebellisch: Thierry Mugler überrascht seit fast fünfzig Jahren die Welt mit seinen außergewöhnlichen Kreationen. In der spektakulären Ausstellung ‚Thierry Mugler: Couturissime‘, sind die unterschiedlichen Universen dieses herausragenden Künstlers – Visionär, Modeschöpfer, Regisseur, Fotograf und Parfümeur – erstmals zu sehen. Die meisten der ausgewählten Stücke wurden noch nie zuvor in Europa ausgestellt. Mit dieser Retrospektive feiert die Kunsthal Rotterdam eine europäische Premiere! Initiiert und produziert vom Montreal Museum of Fine Arts (MMFA), in Zusammenarbeit mit Clarins Group und Maison Mugler, zog die Ausstellung 290.455 Besucher für ihre Weltpremiere in Montreal an. https://instagram.com/p/B3cSCiSIhKe/

Photo: Jerry Hall, Thierry Mugler Paris 1996 @Helmut Newton Estate

 

 

Eine ganz andere Modeausstellung findet seit August im Landesmuseum in Zürich statt, hier geht es bis zum 19. Januar 2020 um Stoffe

Im 17. Jahrhundert werden Indiennes – bedruckte und bemalte Baumwollstoffe aus Indien – ein beliebtes Handelsgut in Europa. Westliche Manufakturen, darunter zahlreiche Unternehmen aus der Schweiz, ahmen diese Preziosen nach und schon bald sind Indiennes allgegenwärtig. Die Ausstellung im Landesmuseum erzählt die Geschichte rund um die Textilproduktion, thematisiert das koloniale Erbe und wandelt auf den Handelswegen zwischen Indien, Europa und der Schweiz.
Äusserst sehenswert sind die vielen prachtvollen Stoffe, darunter hochkarätige Leihgaben aus dem In- und Ausland. https://www.youtube.com/watch?time_continue=72&v=BBVQUSQdt4k

Peter Lindbergh, Vater der Supermodels, hat mit 74 die Kamera für immer niedergelegt

In einer Industrie, die von beinahe unerreichbaren Schönheitsidealen beherrscht wird, sind die Werke des Modefotografen Peter Lindbergh eine erfrischende Ausnahme. Lindbergh wurde bekannt für seine ikonischen Schwarz-Weissbilder. Als Fotograf  hat er die Sicht auf die Frauen verändert, den er war immer bestrebt die echte, innere Schönheit derer die ihm vor die Kamera kamen festzuhalten.

Zur gleichen Zeit wie Helmut Newton, Guy Bourdin und Hans Feurer arbeitete er für den Stern, aber sein Stil unterschied sich gewaltig und war von einem realistischen, fast dokumentarischen Gespür und einer Abneigung gegen die exzessive Retusche geprägt.

Er begrüße die Chance, Frauen von Standards zu befreien, die sich nur um künstliche Schönheit und junges Aussehen drehten und gab Ihnen damit Stärke und Selbstbewusstsein.

Zu seinen größten Einfluss auf die Mode kam es 1988, als er eine Gruppe angehender Supermodels nur mit weißen Hemden bekleidet am Strand von Santa Monica fotografierte.

Das Foto passte perfekt zu seiner Einstellung, dass die Mode hinter die Trägerin rücken musste, er konzentrierte sich mehr auf Ausdruck, Gesicht und Person, was dann aber die Mode wieder unterstrich.

Er stand dafür, dass Frauen die Mode tragen und nicht andersherum, nur dann erschienen Model und Mode wie aus einem Guss.

Auch die Nacktheit war bei ihm nicht sexuell aufgeladen, sie war simpler Ausdruck von Natürlichkeit.

Sein ideales Frauenbild war unabhängig, abenteuerlich und emanzipiert, von Perfektion befreit umso die wahre Persönlichkeit hervorzubringen

Dazu passen auch seine letzten Bilder, die er im Auftrag der Gastredakteurin Meghan Markle für die Britische Vogue vom September 19 geschossen hat.
Fünfzehn Frauen hatte er zu dem Titel „Forces of Change“ abgelichtet, unter Ihnen auch die ungeschminkte und nur mit Jeans und Hoody bekleidet Greta Thunberg.

Den Wechsel den die Frauen mit sich bringen, kann er leider nicht mehr dokumentieren.